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Dominikanerjahrmarkt in Gdańsk (Danzig) ist das größte Volksfest in Polen

Vom 29. Juli bis 20. August 2017 werden mehrere Millionen Besucher in der Danziger Altstadt erwartet. Die "Freie Stadt" Gdańsk bildet mit den Städten Gdynia und Sopot die Dreistadt. Danzig ist die ältestes von ihnen und die Wiege der Geschichte und Kultur dieser Region mit tollen Veranstaltungen.

Die bekannteste von ihnen ist der Dominikanerjahrmarkt (Jarmark Św. Dominika). Das größte Volksfest Polens, eine echte Touristenattraktion, zieht jährlich über 1.000 Verkäufer und mehrere Millionen in- und ausländische Besucher an. In der ganzen Altstadt sind Stände mit kunstgewerblichen Gegenständen, Bernsteinschmuck, regionalen Produkten sowie allerlei Nippes aufgebaut. Weiter unten an der Mottlau findet ein großer Flohmarkt mit alten Büchern und Antiquitäten statt. Auf eigens für den Jahrmarkt aufgestellten Bühnen finden Konzerte, Theateraufführungen und andere Veranstaltungen statt. Natürlich können die Danziger und ihre Gäste auf dem Markt auch gut essen.

Am 5. August 1260 sprach Papst Alexander IV. dem Danziger Dominikanerkloster das Recht zu, einen Jahrmarkt zu organisieren. Das Kloster wurde 11 Jahre nach Gründung des Dominikanerordens durch den Spanier Dominic de Guzman in Frankreich 1227 in Danzig gegründet (Quelle: www.trojmiasto.pl). Das Ablassprivileg war der Grundstein für den seitdem alljährlich im August abgehaltenen Dominikanermarkt, der ursprünglich auf einem Marktgelände in der Nähe der vom Dominikanerorden im 12. Jahrhundert gegründeten Nikolaikirche – der ältesten Kirche von Danzig – stattfand. Der Dominikanerjahrmarkt war und ist ein Anziehungspunkt für zahlreiche Händler aus dem In- und Ausland sowie Schauspieltruppen, Gaukler und andere Straßenkünstler. 

Während auf den Tages- und Wochenmärkten der Einzelhandel die Stadtbevölkerung versorgte, trafen sich auf den einmal im Jahr stattfindenden Jahrmärkten die Großhändler, wohlhabenden Kaufleute und vermögenden Kunden. In früheren Jahrhunderten liefen aus Anlass des Dominikanermarktes jedes Jahr hunderte von ausländischen Schiffen den Danziger Hafen an. Große Mengen an Getreide, Wein, Gewürzen, Tuchwaren und anderen Produkten wurden hier umgeschlagen, und es wurden wichtige Informationen zur Weltwirtschaftslage ausgetauscht.

Heutzutage spielt sich der Großhandel woanders ab, aber die Tradition des Markts, den die Danziger liebevoll „Dominik“ nennen, wird fortgesetzt. In den ersten Augusttagen eröffnen die Rats- und Magistratsherren symbolisch den Jahrmarkt. Begleitet von Blasmusik, in historischen Kostümen ziehen sie vom Rathaus zum Grünen Tor an der Mottlau, immer begleitet von einem Dominikanerpater.

Während vor Jahrhunderten alle Glocken der Stadt die Eröffnung des Dominikanerjahrmarktes verkündeten, wurde am 31.07.2010 mit einem Paukenschlag auf der größten und schwersten Trommel der Welt diese traditionsreiche Veranstaltung, die sich damals zum 750. Male jährte, eröffnet.

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