Greifswalder haben ein Zeichen gegen Menschenverachtung gesetzt

Geschrieben von Olaf Wulf
Präventive Arbeit muss intensiviert werden Für zahlreiche Greifswalder war der letzte Sonntag ein glücklicher Tag. Sie einte der Gedanke, aufzustehen um deutlich zu zeigen, dass Probleme des Zusammenlebens in Deutschland nicht durch nationalistische Ideologie und davon bestimmte Handlungsweisen gelöst werden können. Wir müssen lernen, so Pfarrerin Käthe Lange in ihrer Rede auf der Kundgebung, mit einander auszukommen. Gesellschaftliche und soziale Aufgaben können nur im demokratischen Konsens bewältigt werden. Deutlich hat Greifswalds Oberbürgermeister Joachim von der Wense dabei die Unterstützung der Landes- und Bundespolitiker eingefordert. Die Kommune kann nicht allein gelassen werden bei ihrem Bemühen nachhaltig gegen die Zielstellungen der NPD, gegen Ausländerhass, gegen Gewalt in der Gesellschaft zu wirken.

Die Vorbereitung der Aktionen „Aufstehen gegen Menschenverachtung“ hat Persönlichkeiten unterschiedlicher politischer Auffassungen und Lebenserfahrungen an einen Tisch geführt. Ganz am Anfang waren der Einladung des Oberbürgermeisters, einen Aktionstag für Greifswald, gegen den NPD Aufmarsch zu organisieren drei Partner gefolgt. Vier Wochen später reichten die Plätze im Bürgerschaftssaal kaum aus, um die aufzunehmen, die mittun wollten. Unter ihnen stets die Mitarbeiter der Stadtverwaltung, die viel Herzblut einbrachten, so Versammlungsleiter Pfarrer Gürtler, um der Veranstaltung zum Erfolg zu verhelfen.
Oberbürgermeister Joachim von der Wense dankt allen, die im Verlaufe der letzten Wochen die Aktion „Aufstehen gegen Menschenverachtung“ organisierten, die sich ideell und finanziell beteiligten. Sein Dank gilt aber auch jenen, die für einen sicheren Verlauf des Tages sorgten.
An diese gemeinsame Erfahrung und Gestaltungskraft, die wir in den letzten Wochen erleben durften, müssen wir anknüpfen, so von der Wense. Er regt an, den Elan zu nutzen, um die präventive Arbeit vor allem an den Schulen, in den Jugendeinrichtungen aber auch in der Familien zu intensivieren. Hier ist zunächst konzeptionelle Arbeit gefragt. Wer Interesse hat dabei mitzuwirken und aktiv tätig zu werden, ist herzlich eingeladen.


Eine entsprechende Information erwartet die Koordinatorin des Präventionsrates Dr. Christine Dembski, PF 31 53, 17461 Greifswald, Tel 03834- 52 28 32 .

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