Grenzlandcafé - Konferenz am 08.11.2013 in Szczecin/Stettin

Geschrieben von SBC Uckermark und Barnim
Multithumb found errors on this page:

There was a problem loading image http://www.pomerania.net/_newsbilder/Bohnhoeffer_Centrum.jpg
There was a problem loading image http://www.pomerania.net/_newsbilder/Bohnhoeffer_Centrum.jpg
Internationales Bildungs- und Begegnungszentrum Dietrich Bonhoeffer in Stettin
Das Grenzlandcafé - Engagement für die grenzüberschreitende Region Szczecin Worum es geht

Was ist das gesellschaftliche Fundament der grenzüberschreitenden Region

Szczecin? Die Entwicklungen der letzten Jahre haben gezeigt: Der

Stadt-Umland-Raum Szczecin endet nicht an der Staatsgrenze, sondern

reicht bis nach Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg hinein. Eine neue

Region formiert sich und engagierte Menschen haben Teil daran, indem sie

grenzüberschreitend denken und handeln. Sich persönlich engagieren für

das Zusammenwachsen der Region kann jeder, egal aus welcher beruflichen

oder privaten Position heraus. Die Konferenz Grenzlandcafé ist eine

Zusammenkunft von engagierten Menschen in einer angenehmen und

anregenden Atmosphäre.



Was zu erwarten ist

Die interaktive Konferenz ist inspiriert von der Worldcafé-Methode: Die

Gäste teilen sich zeitweise in kleinere Gruppen ein, die an

verschiedenen thematischen Stationen miteinander diskutieren. Beim

Grenzlandcafé werden vier thematischen Statione durch jeweils ein

eigenes Expertenteam betreut, das die Gespräche moderiert und bei

Übersetzungen hilft. Die Gäste ziehen nach einer 20-minütigen Diskussion

weiter zur nächsten thematischen Station, die sich in einem anderen Raum

des Gebäudes befindet. Nach dem Besuch aller Stationen treffen sich die

Konferenzteilnehmer/innen wieder im Plenum und bekommen von den

thematischen Diskussionen der anderen Gruppen Bericht erstattet. Eine

Diskussion zu den Erkenntnissen des Tages beschließt das Grenzlandcafé.



Die Themen:



SICH IDENTIFIZIEREN: Menschen werden nicht mit einer bestimmten

Identität geboren - sie identifizieren sich selbst im Laufe ihres Lebens

mit verschieden Rollen und Gruppenzugehörigkeiten in der Gesellschaft.

So ist es auch möglich, sich mit einem Ort, einer Region oder einem Land

zu identifizieren. Wie gestaltet sich solche Art von Identifikation im

polnisch-deutschen Grenzgebiet? Die Kulturanthropologen Paweł Ładykowski

und Łukasz Kaczmarek haben selbst dazu geforscht und interessieren sich

für die Meinungen der Gäste im Grenzlandcafé.



SICH ORGANISIEREN: In der Regel engagiert man sich nicht alleine,

sondern gemeinsam mit anderen. Dadurch kann man mehr bewirken und die

Allianz mit ähnlich denkenden Menschen bereitet zudem Freude. Doch wie

organisiert man sein Engagement in der grenzüberschreitenden Region

Szczecin am besten? Falko Reichhardt und Niels Gatzke beschäftigt diese

Frage, weil sie in ihrer beruflichen Praxis versuchen,

zivilgesellschaftliche Aktivitäten von Deutschen und Polen zu unterstützen.



IN DER ÖFFENTLICHKEIT KOMMUNIZIEREN: »Tue Gutes und rede darüber«,

empfehlen die Fachleute der Public Relations. In der Grenzregion

Szczecin ist das nicht so einfach, denn es gibt eine Sprachbarriere,

keine grenzüberschreitende Presse und verschiedene Haltungen gegenüber

der Öffentlichkeit. Der Aspekt des öffentlichen Kommunizierens ist aber

fundamental für das Selbstverständnis der grenzüberschreitenden Region -

wenn niemand über sie spricht, dann existiert sie auch nicht. Martin

Hanf und Monika Stefanek sind einerseits professionelle

Journalist/innen, andererseits engagieren sie sich seit vielen Jahren

für das gesellschaftliche Zusammenwachsen der Region.



AUSPROBIEREN UND EXPERIMENTIEREN: Welche Möglichkeiten bietet die

Grenzregion Szczecin für Menschen, die etwas Neues ausprobieren möchten?

Dank der Grenzöffnung entdecken mehr und mehr Menschen die Vorzüge der

›anderen Seite‹, beginnen dort etwas zu unternehmen und knüpfen

Kontakte. Kamil und Katarzyna Lis sind selbst Prototypen von

Grenzlandbewohnern, die sich in ihrem Alltag nicht nur auf eine Seite

beschränken. Sie werden mit den Gästen darüber sprechen, welche

individuellen Vorgehensweisen es gibt und wo sich immer wieder neue

Chancen ergeben, sich grenzüberschreitend zu engagieren.



Wie die Konferenz abläuft

ab 13:15 Ankommen und Mittagsbuffet

14:00 Begrüßung durch die Organisator/innen

14:10 Impulsrefarate der Expertenteams

14:50 Einleitung in die Worldcafé-Methode

15:00 Beginn des Worldcafés

17:00 Pause bei Kaffee und Kuchen

17:30 Berichte und Diskussionen im Plenum

18:30 Ende der Konferenz



Bei Nachfragen wenden Sie sich gerne an Nikolaus Roos:

nikolaus.roos@uni-tuebingen.de



Datum: 8. November 2013 (13:15 - 18:30 Uhr)



Veranstaltungsort:

Centrum im. Bonhoeffera / Bonhoeffer-Zentrum

ul. Piotra Skargi 32

71-422 Szczecin



Veranstalter:



Das Bonhoeffer-Zentrum ist ein Ort der Begegnung zwischen Menschen aus

Polen und Deutschland. Es organisiert das Grenzlandcafé in Kooperation

mit dem Landesbüro Mecklenburg-Vorpommern der Friedrich-Ebert-Stiftung,

dem Regionalzentrum für demokratische Kultur Vorpommern-Greifswald der

RAA Mecklenburg-Vorpommern e. V. sowie mit Wissenschaftler/innen der

Universität Tübingen, die im Projekt »TransBorder Szczecin« die

grenzüberschreitende Regionsbildung im polnisch-deutschen Grenzgebiet

erforschen. Die Konferenz wird durch die Stiftung für deutsch-polnische

Zusammenarbeit und das Landesbüro Mecklenburg-Vorpommern der

Friedrich-Ebert-Stiftung gefördert.



Anmeldefrist: 30.10.2013



Maximale Teilnehmerzahl: 60



Anmeldung: erforderlich (Anmeldung)


Internet:
http://www.raa-mv.de/de/grenzlandcafe