Gemeinsamer Vorstand und Rat der Euroregion tagen in Stettin

Am 28. April 2017 fand das gemeinsame Treffen der Vorstände und des Rates der Euroregion Pomerania im Rektorat der Universität Stettin statt. Im Mittelpunkt der Gespräche stand neben den aktuellen Entwicklungen des Kooperationsprogramms Mecklenburg-Vorpommern / Brandenburg / Polen auch die Ausgestaltung der zukünftigen Interreg-Programme in der EU.

Die Präsidenten der Euroregion, Dr. Alexander Badrow (Oberbürgermeister Hansestadt Stralsund) und Piotr Jedliński (Stadtpräsident Koszalin), unterzeichneten dazu eine gemeinsame Stellungnahme (Stellungnahme Rat der Euroregion DE/PL), in welcher die Wichtigkeit der Programme der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit betont und deren Aufrechterhaltung auch nach 2020 gefordert wurde.

So stellen die Interreg-Programme eines der wichtigsten und effektivsten Instrumente der grenzüberschreitenden Integration dar. Insbesondere wurde hier auf die Erfolge des Fonds für kleine Projekte hingewiesen, mit dessen Hilfe sich zwischen 2009 und 2015 insgesamt 145.000 Deutsche und Polen in der Euroregion Pomerania begegneten, kennenlernten und gegenseitige Vorurteile abbauten. Die positive Wahrnehmung des Nachbarn kann als einer der größten Verdienste des Fonds angesehen werden.

Auf ähnliche Erfolge kann das Deutsch-Polnische Jugendwerk zurückblicken, welches seit über 20 Jahren in der Euroregion Pomerania vertreten ist. Von besonderer Bedeutung sind dabei sicherlich auch die erweiterten Fördermöglichkeiten des DPJW, welches deutsch-polnische Jugendbegegnungen auch über die Grenzregion hinaus unterstützt. Gemeinsam fördern die Geschäftsstellen mithilfe des DPJW ca. 250 Jugendprojekte pro Jahr, darunter auch trilaterale Projekte mit Jugendlichen aus anderen Ländern Europas.

Im Rahmen der gemeinsamen Sitzung wurde zudem über aktuelle Projekte der Prioritätsachse IV „Grenzübergreifende Kooperation“ berichtet. Das Grenzüberschreitende Netzwerk der Service- und BeratungsCentren wurde am 18. Januar 2017 als eines von sieben Projekten durch den Begleitausschuss zur Förderung ausgewählt. Mit Strausberg im Landkreis Märkisch-Oderland und der Stadt Świnoujście konnten in der neuen Förderperiode zwei weitere Partner für das Netzwerk gewonnen werden, welches die Anbahnung deutsch-polnischer Unternehmenskooperationen fördert und einen umfangreichen Veranstaltungskalender für die wirtschaftlichen Akteure der Grenzregion offeriert.

Auf eine funktionierende Partnerschaft baut auch das Projekt „RareScreen – Innovatives deutsch-polnisches Programm für die frühe Diagnose und Behandlung seltener Erkrankungen von Neugeborenen“ auf. Mit der Universitätsmedizin Greifswald als Leadpartner verfolgen deutsche und polnische Spezialisten gemeinsam das Ziel, 5 neue gesundheitsrelevante Vorsorgeuntersuchungen für Neugeborene im Fördergebiet einzuführen. Daneben soll der Aufbau einer gemeinsamen Datenbank eine bessere Qualität der Forschung ermöglichen und den internationalen Austausch befördern.b_350_250_16777215_00_dokumente_bilder_newsPics_P1250089.JPGb_350_250_16777215_00_dokumente_bilder_newsPics_P1250088.JPG