Innovatives Verpackungsmaterial auf Papierbasis – ein Weg zu weniger Müll?!

Geschrieben von SBC Neubrandenburg

Am 5. Oktober 2017 trafen sich im Rahmen des internationalen Forschungsnetzwerkes „CORNET“ (Collective Research Networking - Vernetzung von nationalen und regionalen Programmen der Gemeinschaftsforschung) die Partner des zweijährigen Projektes „ACTIPOLY“ (Active polyvalent packaging based on environmentally friendly fibre material) zu einer Auswertung.

Zu den acht Forschungs- und Wirtschaftspartnern gehören von polnischer Seite die Vereinigung des Westpommerschen Chemie-Clusters „Grüne Chemie“ (Stowarzyszenie Zachodniopomorski Klaster Chemiczny „Zielona Chemia“) und die Westpommersche Technologische Universität in Stettin (Zachodniopomorski Uniwersytet Technologiczny w Szczecinie), insbesondere mit ihrem Zentrum für Bioimmobilisation und innovative Verpackungen (Centrum Bioimmobilizacji i Innowacyjnych Materiałó Opakowaniowych), die vom Nationalen Zentrum für Forschung und Entwicklung (Narodowe Centrum Badań i Rozwoju) in Warschau mitfinanziert werden. 

Im Mittelpunkt des Forschungsvorhabens steht die Entwicklung und Erprobung kompostierbarer Werkstoffe auf der Basis nachwachsender Rohstoffe mit guten Barriereeigenschaften zum Schutz der verpackten Frischeprodukte.

Mit dem Ziel, ein neues thermoformbares Verpackungsmaterial auf Papierbasis zu entwickeln, wollen die Wissenschaftler die Grundlage für die Herstellung von kompostierbaren Verpackungsschalen für frische Lebensmittel schaffen. Derzeitige Verpackungen für Fleisch, Obst und Gemüse bestehen aus Kunststoff bzw. Verbundwerkstoffen, von denen ein Drittel nicht recycelt wird sondern in der Müllverbrennungsanlage landet. Diese Schalen sollen jedoch nicht nur biologisch abbaubar sondern auch die darin verpackten Lebensmittel länger haltbar sein. Daher muss das Material Feuchtigkeits- und Sauerstoffbarrieren sowie antimikrobielle Eigenschaften aufweisen.

Während des Treffens präsentierten und diskutierten die Partner die Ergebnisse der Labortests auf das neue Verpackungsmaterial und sprachen sich aufgrund der Notwendigkeit weiterer spezialisierter Analysen für eine Verlängerung des Projektes bis zum Jahr 2018 aus.

Das Projekt ist in drei Phasen unterteilt:
1. Materialentwicklung
2. Materialbewertung
3. Testung des Schalenmaterials im Labor- und Industriemaßstab (Zusammenarbeit mit der Verpackungsindustrie).

Ansprechpartner:

Jacek Drożdżal - Vorstandsvorsitzender
Stowarzyszenie Zachodniopomorski Klaster Chemiczny „Zielona Chemia“
Funk: 0048 501 270655
jacked@zielonachemia.eu

Dr. Patrycja Sumińska  - wissenschaftliche Mitarbeiterin,  Zentrum für Bioimmobilisation und innovative Verpackungen
Zachodniopomorski Uniwersytet Technologiczny w Szczecinie
Telefon: 0048 91 4496132
psuminska@zut.edu.pl

Quelle: Newsletter Klaster Zielona Chemia 10/2017