Deutsch-Polnische Unternehmerreise zu naturtouristischen Angeboten im und rund um den Nationalpark Unteres Odertal

Geschrieben von SBC Uckermark und Barnim

b_350_250_16777215_00_dokumente_bilder_SBC_Schwedt_Mescherin_1.jpegUnter dem Stichwort "Natur verbindet. Touristische Angebote im und rund um den deutsch-polnischen Internationalpark Unteres Odertal" kamen am 5. September 2018 Vertreter der deutschen und polnischen Touristikbranche in Mescherin zusammen. Organisator der Veranstaltung war das Service- und BeratungsCentrum der Euroregion Pomerania für Barnim und Uckermark, die von ihren Kolleginnen aus den polnischen Partnerbüros in Myślibórz und Dębno unterstützt wurden.

Im ersten Teil der Unternehmerreise kamen zunächst sechs Referentinnen und Referenten zu Wort, die aus verschiedenen Blickwinkeln touristische Angebote im und rund um den Nationalpark Unteres Odertal vorstellten. Kathrin Große machte in ihrer Präsentation deutlich, dass für die deutsche Nationalparkverwaltung die Sicherung des Naturpotentials absolute Priorität hat und man das Ziel verfolge, einen sanften grenzüberschreitenden Naturtourismus zu fördern. Igor Szakowski vom Landschaftsschutzparkverbund der Woiwodschaft Westpommern präsentierte unter anderem, wie in der nahen Zukunft mit Unterstützung europäischer Fördergelder die ehemalige Eisenbahnbrücke Sierkierki-Neurüdnitz2 für den grenzüberschreitenden Tourismus wieder in Stand gesetzt wird. Jarosław Dworzyński von der Gemeindeverwaltung Kołbaskowo stellte den Teilnehmern die beeindruckenden Investitionen vor, die die Grenzgemeinde in der jüngsten Vergangenheit für Touristen getätigt hat, wie z. B. die letztlich eröffnete Bootsanlegestelle im Ort Siadło Dolne. Wie ein autofreier nachhaltiger Naturtourismus schon heute funktionieren kann, zeigte Johanna Henschel vom Tourismusverein Angermünde. Interessant war dabei auch zu sehen, wie lokale Produzenten in das Tourismuskonzept der Stadt Angermünde eingebunden werden. Dass Naturtourismus nicht nur in Deutschland von immer größerer Bedeutung ist, machten die Ausführungen von Marek Karolczak deutlich, der die Vielzahl von Attraktionen der Soldiner Seenplatte vorstellte.

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Frauke Bennett, Vorsitzende des Tourismusvereins Nationalpark Unteres Odertal und zugleich zertifizierte Wildnis- und Kanuführerin, präsentierte schließlich ihr Konzept von Umweltbildung im Nationalpark Unteres Odertal in der Theorie - und nach dem Mittagessen - auch in der Praxis. Die deutschen und polnischen Teilnehmer begaben sich schließlich unter ihrer Führung auf eine mehrstündige Studienreise aufs Wasser, um sich selbst vom Kanu aus eine eigene Vorstellung davon zu machen, wie man die Schönheit des Zwischenoderlandes engagiert und spannend vermitteln kann.

Bilder: Katarzyna Jackowska