Kommunalgemeinschaft Europaregion Pomerania erhält 2021 den Kommunalpolitischen Hauptpreis der Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung

Der Verein - Kommunalgemeinschaft Europaregion Pomerania - hat am Wettbewerb um den Kommunalpolitischen Preis der Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung 2021 teilgenommen. Er hat sich mit dem Sonder-Call COVID-19 im Rahmen des Fonds für kleine Projekte unter der Zielstellung "Bekämpfung der Pandemie COVID-19 und ihrer Folgen in der Euroregion POMERANIA“ beworben und zusammen mit der Stadt Essen den ersten Preis dafür erhalten.

Pomerania GeschaeftsstelleDer Sonder-Call, der im Mai 2020 durch beide Trägervereine der Euroregion POMERANIA, den Verein der polnischen Gemeinden der Euroregion Pomerania und die Kommunalgemeinschaft Europaregion Pomerania, ins Leben gerufen wurde, war eine Antwort auf die dramatische Situation für die Antragsteller und damit der Bewohner unserer Grenzregion. Infolge der Pandemie konnten sie sich nicht mehr grenzüberschreitend begegnen. Dieser innovative, nur in unserer Euroregion ausgearbeitete Ansatz, widmet sich speziell Aktivitäten, die zur Überwindung der Folgen der Pandemie dienen. Es werden innovative Lösungen zur Aufrechterhaltung und Entwicklung der sozialen und kulturellen Zusammenarbeit, die Erarbeitung von grenzüberschreitenden Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus und Modellvorhaben im Rahmen der Online-Bildung unterstützt.

Das Interesse am Sonder-Call war für uns eine große Überraschung. Die positive Resonanz unserer Aktivitäten beweist nicht nur die Dauerhaftigkeit der über Jahre hinweg aufgebauten Partnerschaften, sondern, was noch erfreulicher ist, die Bereitschaft, in schwierigen Zeiten wie die einer Pandemie auf Nichtstandardlösungen zurückzugreifen. Von Mai bis zum Ende des Jahres 2020 wurden insgesamt 118 Projekte eingereicht. Davon 46 auf der deutschen Seite (30 Projekte sind bewilligt worden und befinden sich in der Phase der Umsetzung) 65 auf der polnischen Seite (59 sind bewilligt worden und befinden sich in der Phase der Umsetzung). Der Gesamtbetrag der eingereichten Projekte beträgt über 3.6 Millionen Euro.
Der "Kommunalwissenschaftliche Preis der Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung" (Carl-Goerdeler-Preis) wird jährlich für hervorragende Projekte im Bereich Kommunalpolitik und -verwaltung verliehen.

Zusätzlich zu diesem wissenschaftlichen Preis wird ab 2016 erstmalig ein praxisorientierter Preis der Carl und Anneliese Goerdeler-Stiftung vergeben, um besondere Leistungen der kommunalen Verwaltungspraxis in Europa zu würdigen. Die Auszeichnung soll der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von Gebietskörperschaften in Europa dienen und das gegenseitige Verständnis fördern.
Bei der diesjährigen Ausgabe des Wettbewerbs für „vorbildliche Maßnahmen zur Überwindung der Corona-bedingten Krise“ wurden 19 Bewerbungen eingereicht, sechs davon wurden ausgezeichnet.

Ursprünglich sollte die Preisverleihung am 02.02.2021 in Leipzig stattfinden. Leider muss dieser Termin auf Grund der Pandemie verschoben werden. Die Stiftung und die Stadt Leipzig haben deshalb beschlossen, die Veranstaltung im Frühsommer nachzuholen.

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